Fakten statt falscher Versprechen

25.10.2017

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Die Fragen sind einfach. Sie greifen Gerüchte auf, die unter Migranten und Menschen, die über eine Flucht nach Deutschland nachdenken, verbreitet sind. Zum Beispiel: „Wirst du in Deutschland Willkommensgeld erhalten?“ – „Nein“, lautet die klare Antwort auf einer neuen Informations-Website des Auswärtigen Amts. „Entgegen der Gerüchte, die Menschenhändler verbreiten, bezahlt Deutschland kein Willkommensgeld.“


Mit der Website www.rumoursaboutgermany.info setzt das Auswärtige Amt seine seit Herbst 2015 im Ausland laufende Informationskampagne fort. Die neue Website, die auf Englisch, Französisch und Arabisch verfügbar ist, enthält alle relevanten Informationen für Migranten und Flüchtlinge.


remoursaboutgermany.com: Eine neue Website versorgt Migranten mit verlässlichen Informationen und wirkt den falschen Versprechen von Schleusern entgegen. Bild vergrößern (© AA) Wie der Name #rumoursaboutgermany zeigt, geht es darum, Fehlinformationen durch Fakten zu ersetzen. In Ländern wie Nigeria, Pakistan oder Algerien kursieren viele Gerüchte über Deutschland und Europa – etwa, dass in Deutschland jeder Flüchtling ein Haus geschenkt bekomme oder dass die Regierung jeden mit einem Job versorge. Häufig streuen Schleuser solche Geschichten gezielt über soziale Netzwerke.

Informieren und Chancen aufzeige

remoursaboutgermany.com Bild vergrößern (© AA) „Die Seite ist optimal auf dem Smartphone nutzbar und richtet sich in einfacher, klarer Sprache an Menschen, die mit dem Gedanken spielen, nach Deutschland zu kommen, die unterwegs oder bereits hier sind“, erläutert Andreas Kindl, Beauftragter für Strategische Kommunikation im Auswärtigen Amt, das Konzept. Um die Migranten auf die Website aufmerksam zu machen, wird diese in Deutschland und in den Herkunftsländern in den sozialen Medien und über Flyer beworben.

„Wir klären sachlich darüber auf, dass ein Start in Deutschland nicht so einfach ist, wie viele denken“, sagt Kindl. Für Menschen auf dem Weg nach Europa will die Website Chancen aufzeigen, die sich entlang des Weges bieten: Freiwillige Rückkehrprogramme werden ebenso vorgestellt wie humanitäre Programme in den Flüchtlingslagern in Transitstaaten wie Mali, Jordanien oder Libanon und Hilfsprogramme in Herkunftsländern.

„Das wichtigste Ziel ist es, den Schleusern im Netz nicht die Informationshoheit zu überlassen“, betont Kindl. „Deshalb setzen wir der brodelnden Gerüchteküche vertrauenswürdige Fakten entgegen.“

www.rumoursaboutgermany.info

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