Auswärtige Kulturpolitik 2011

Auswärtige Kulturpolitik 2011

  Karneval der Kulturen 2010 Bild vergrößern (© Auswärtiges Amt / cs)

Herzen und Köpfe für Deutschland gewinnen und langfristige Netzwerke bilden - das ist das Ziel der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP). Dies geschieht zum Beispiel über 1.500 Partnerschulen, durch Förderung von mehr als 40.000 Studierenden und Wissenschaftlern und 150 Goethe-Institute und weitere Partnerorganisationen weltweit. Am 11. Januar wurde der 15. Bericht der Bundesregierung zur AKBP durch das Kabinett beschlossen.

Die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) ist für Außenminister Westerwelle eine der außenpolitischen Schwerpunkte und eine "bedeutende Visitenkarte Deutschlands in der Welt". Der Bundesaußenminister begrüßt, dass es gelungen ist, für 2012 den größten Haushalt in der Geschichte des Auswärtigen Amtes für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik zu verabschieden.

Die AKBP steht im Zeitalter der Globalisierung vor neuen Herausforderungen. Die Welt verändert sich mit hoher Geschwindigkeit – kommunikative Vernetzung, globale Machtverschiebungen und gesellschaftliche Umbrüche prägen das Umfeld politischen Handelns.

Gerade unter diesen veränderten Bedingungen gewinnt die AKBP als tragende Säule deutscher Außenpolitik an Bedeutung: Sie bietet Raum für interkulturellen Dialog, Vertrauen und gegenseitiges Verständnis. Die so geschaffenen Netzwerke und langfristigen Partnerschaften bilden die Basis stabiler internationaler Beziehungen.

Der 15. Bericht der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik bezieht sich auf den Zeitraum August 2010 bis September 2011. Der Bericht, der unter Federführung des Auswärtigen Amt erstellt wird, gibt einen Überblick über Leitlinien und Schwerpunkte der AKBP.

 

Schwerpunkte der Kultur- und Bildungsarbeit im Ausland

Dabei werden einerseits alte Freundschaften gepflegt. So haben zum Beispiel 2010/2011 "Sprachkampagnen" in Großbritannien, den USA, Polen und Frankreich stattgefunden, die das Erlernen der deutschen Sprache in diesen Ländern fördern sollen. Innerhalb von Europa soll der Schwerpunkt bei der Förderung der Beziehungen zu den östlichen Nachbarn liegen.

Gleichzeitig will die Bundesregierung auch neue Partnerschaften gründen und hat dafür vielfältige Initiativen gestaltet, wie etwa die Ausstellung "Kunst der Aufklärung" von April 2011 bis März 2012 in Peking oder das 2011 in Indien gestartete Deutschlandjahr mit Veranstaltungen in sieben Metropolen.

Ein wichtiger Schwerpunkt ist und wird in Zukunft auch die arabische Welt sein. Der arabische Frühling bietet dafür heute enorme Chancen. Zivilgesellschaftliche Strukturen müssen in den Umbruchphasen gezielt unterstützt werden.

Deutschland hat mit den Transformationsländern in Nordafrika Partnerschaften geschlossen. Im Bereich Kultur und Bildung stehen dabei in den nächsten beiden Jahren allein jeweils 20 Millionen Euro zur Verfügung. Bildung und Erziehung sind Hauptbereiche der Stiftungsarbeit Bild vergrößern Bildung und Erziehung sind Hauptbereiche der Stiftungsarbeit (© © Hertie-Stiftung)

 Neukonzeption der AKBP

Im September 2011 hat Außenminister Guido Westerwelle eine Neukonzeption zur AKBP unter dem Titel „Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik im Zeitalter der Globalisierung – Partner gewinnen, Werte vermitteln, Interessen vertreten“ vorgestellt.

Neue konzeptionelle und regionale Schwerpunkte dienen dem Ziel, die AKBP zu stärken und noch umfassender den Realitäten des 21. Jahrhunderts anzupassen.